Keimzelle der LKB war der Bahnhof Kotzen, dessen Vorbild an der Kleinbahn Rathenow-Senzke-Nauen lag. In der Regel sind die Stationen der Kleinbahnen wenig spektakulär oder originell. So war es in diesem Fall der ausgefallene Name, der mich zur Wahl dieses Vorbilds bewog. Nach dem Erstlingswerk Kotzen reifte die Idee zu einem kleinen Endbahnhof wie Kühlenhagen der Greifswalder Kleinbahn. In Kühlenhagen endete eine Stichstrecke der Greifswalder Kleinbahn (GKW). In der Erntesaison wurde der dortige Lokschuppen genutzt, um in der Nacht einer Lok sowie dem Personal Unterkunft zu bieten. In der Realität gab es diesen Zustand nur wenige Jahre und für die LKB war Saisonverkehr nicht das Thema. So mutierte Kühlenhagen zum vorläufigen Endpunkt der LKB. Inspiriert durch ein Buch über die Kleinbahnen in Westpreußen nahm ich einen kleinen Bahnhof in Angriff, der im wesentlichen den sogenannten Lenz-Normalien entsprach. Ich hatte ihn Klein Monschau getauft. Mit diesen drei Betriebsstellen waren typische Elemente einer einfachen und bescheidenen Kleinbahn realisiert - eine Station a´la Lenz, eine Station mit Anschlussgleis und ein kleiner Endbahnhof. Ideen zu Gleisanschlüssen auf freier Strecke und für eine Ortsdurchfahrt mit in der Straße verlegtem Gleis existieren, haben aber leider wenig Chancen auf Realisierung.

Auf meinem Dachboden habe ich zwar recht viel Platz für meine Anlage. Es war dann aber doch so, dass Kotzen und Klein Monschau nur 1m voneinander entfernt lagen. Das war dann doch zu unrealistisch. Zudem hatte ich beim Bau von Klein Monschau zu viele Fehler gemacht. Der Bahnhof stand kurz vor dem Abriss, als ich mich der Betriebssituation in Kotzen erinnerte. Dort wurde der Bahnhof in den 30er Jahren verlegt und der alte Bahnhof noch eine zeitlang als Holzverladestelle zur Abfuhr des bei einem Sturm angefallenen Holzes genutzt. So überlebte Klein Monschau als Holzverladung.