Güterwagen

gedeckter Güterwagen nach Vorbild Lenz & Co.

 

Der Wagenkasten des Modell entstand im Selbstbau. Das Fahrgestell ist ein Magic Train-Fahrwerk. Für den Wagenkasten wurden evergreen-Platten verwendet, bei denen die Bretternachbildung eine Breite von 2,5 mm haben (Nr. 4100). Für den Wagenboden und Türen kamen die Platten mit einer „Bretterbreite“ von 2 mm (Nr. 4080) zum Einsatz. Die Dicke der Platten beträgt 1 mm. Die Leisten auf dem Wagenkasten haben die Maße 1,5 x 1,5 mm. Und da es die nicht fertig gibt, wurden sie aus evergreen-Rechteckprofilen 1 x 1,5 mm (Nr. 143) und 0,5 x 1,5 mm (Nr. 123) zusammengeklebt. An den Ecken des Wagenkastens werden noch Eckstützen für Güterwagen (Best.Nr. Artikel-Nr. 3012) von Herrn Moog (http://www.0mobau.de/) angeklebt. Die Türüberstände entstand aus Rechteckprofil 0,5 x 1,5 mm (Nr. 143). Unter der Dachkante wurde mit evergreen-Rundmaterial Dm 0,5 mm (Nr. 218) die obere Türlaufschiene nachgebildet. Die untere besteht aus Rechteckprofil 0,5 x 1 mm (Nr. 122). Bei der Nachbildung der Fenster entschied ich mich, da der Wagen bei mir nur als Viehtransportwagen laufen soll, den offenen Zustand nachzubilden. Das Vorbildfoto eines Wagens der Demminer Kleinbahn diente als Bildvorlage. Darauf sind Details an den Fenstern nur schwer zu erkennen. Es schien aber so, als ob die Fenster mit Brettern verschlossen wurden, die man bei Bedarf wohl entfernen konnte. Die „Gitterstäbe“ in den Fensteröffnungen wurden aus dem 0,5 mm-Rundmaterial zurecht geschnitten und in die Öffnung geklebt. Das Einkleben war etwas fummelig. Trotz ausschließlicher Verwendung des Augenmaßes gelang es, die Abstände gleichmäßig zu halten. Das Dach entstand aus einer 0,5 mm Polystyrolplatte aus Altbeständen. Die evergreen-Nr. muß ich daher schuldig bleiben. Im „Dachfirst“ stabilisiert ein Rechteckprofil 2,5 x 2,5 mm die dünne Platte. Zwei der Profile 0,75 x 2 mm (Nr. 134) kleben zwischen Dachkante und First. So richtig gleichmäßig ist die Dachwölbung nicht geworden, was aber nicht weiter stört. Da die Dachfläche zu glatt schien, wurde mit Universalkleber noch eine Lage eines Papiertaschentuches aufgeklebt. Beim Vorbild deckte man die Wagendächer oft mit einer Art Segeltuch. Mit dem Papiertaschentuch entsteht der Eindruck dieser Dacheindeckung. Die Türen entstanden zunächst aus einer Bretterplatte mit „2 mm-Brettern“. Oben und unten wurden Rechteckprofile 1 x 1,5 mm (Nr. 143) bzw. 0,75 x 2 mm (Nr. 134) angeklebt. Die Rollenhalterung wurde aus Rechteckprofil 1 x 1,5 mm (Nr. 143) hergestellt. Oben an der Tür befinden sich auf dem Vorbildfoto Beschläge, die aus dünnem 1 mm-Polystyrolstreifen aus Altbeständen herstellt wurden. Die Rollen entstanden durch Ausstanzen mit einem Locheisen. Bei allen Teilen, die beim Vorbild auf- oder angeschraubt sind, wurden 0,5 mm-Löcher gebohrt und die Schrauben mit eingesteckten Drahtstücken imitiert. Der Türverschluß entstand aus einem Einfingerhaken von Moog (Art.Nr. 3041). Er wurde zersägt, auf die passende Länge gekürzt und verlötet. Danach wurde das Ende, welches ursprünglich nach oben wies, um 90 ° nach unten gebogen. Die Türanschläge links bestehen aus Rechteckprofil 1 x 1 mm ebenfalls aus Altbestand. Die Bodenplatte wurde passend zum lichten Maß im Inneren des Wagenkastens zurechtgeschnitten und mit Sekundenkleber auf das Fahrgestell geklebt. Da der Wagen sowohl beladen wie auch unbeladen fahren soll, kann man den gesamten Wagenkasten vom Boden abnehmen. Die Kühe bekamen ein Stück Draht in einen Huf. Im Wagenboden ist eine Bohrung. Darin steckt dann der Draht, sodaß die lieben Tierchen nicht umstürzen können. Am Zielort können sie leicht entnommen werden.

 

 

Gedeckter Güterwagen mit Bremserbühne

- Zeichnung vom Vorbild gefunden im EK-Buch über die Kleinbahnen bei Greifswald

- Wagenkasten: Eigenbau

- Fahrgestell: modifiziertes Magic Train Fahrgestell mit Verlängerung

Offener Güterwagen nach Vorbild Lenz & Co.

Umbau aus Magic Train

Offener Güterwagen nach Vorbild Lenz & Co. mit Bremserbühne

Umbau aus Magic Train

Klappdeckelwagen

Vor einiger Zeit ersteigerte ich bei ebay das Modell eines offenen Güterwagens. Sein Vorbild ist mir nicht bekannt. Von der Ausführung her paßt der Wagen aber zu meinem Thema. Bis zur endgültigen Fertigstellung waren noch einige Restarbeiten zu erledigen. Bei der Nachbildung der Mechanik für die Entladeklappen machte ich dann eine kreative Pause, während der spontan die Idee dafür entstand, was aus dem Wagen werden könnte - ein Klappdeckelwagen. Derartige Fahrzeuge gab es bei den Lenzschen Schmalspurbahnen, die ich als Vorbild nehme, wohl nicht. Ich habe mir aber den Spielraum für derartige Abweichungen gelassen. Ende 2017 schenkte mir ein befreundeter Modellbahner zwei Oberteile für Klappdeckelwagen. Eines davon paßte fast auf den Wagen. Es fehlte praktisch nur die Länge, die der doppelten Stärke der Seitenwände des Wagenkastens entsprach. So habe ich das Oberteil durch zwei Stücken Evergreen-Platte der passenden Stärke verlängert..